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Glossar

Terpene

Die Aromastoffe, die in denselben Drüsen wie die Cannabinoide entstehen — und der Grund, warum jede Sorte anders riecht.

Terpene sind eine große Familie aromatischer Verbindungen, aufgebaut aus Isopreneinheiten mit fünf Kohlenstoffatomen. Im Cannabis entstehen sie in den Sekretzellen der Drüsenhaare, neben den Cannabinoiden, und sie geben der einen Sorte ihre Zitrusnote und der anderen ihren Kiefern- oder Pfefferton.

Zwei Gruppen überwiegen. Monoterpene wie Myrcen, Limonen und alpha-Pinen sind leicht und flüchtig — deshalb riecht eine frische Blüte am stärksten und verliert beim Trocknen an Duft. Sesquiterpene wie beta-Caryophyllen und Humulen sind schwerer und halten länger.

Beta-Caryophyllen reicht von der Aromatik in die Cannabinoid-Pharmakologie hinein: Es bindet direkt an den CB2-Rezeptor, was für eine Verbindung, die regelmäßig in Lebensmitteln vorkommt, ungewöhnlich ist. Terpene stehen auch im Zentrum des Entourage-Effekts — der Annahme, dass die Verbindungen der Pflanze gemeinsam anders wirken als einzeln.

Quellen

  • Booth, J. K., & Bohlmann, J. (2019). Terpenes in Cannabis sativa — from plant genome to humans. Plant Science, 284, 67–72. DOI
  • Russo, E. B. (2011). Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects. British Journal of Pharmacology, 163(7), 1344–1364. DOI

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