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Glossar

Gewebekultur

Pflanzen aus kleinen Gewebestücken unter sterilen Bedingungen ziehen — zum Klonen, zum Entfernen von Krankheiten und zum Erhalt einer Sorte.

Gewebekultur bedeutet, Pflanzenmaterial auf einem Nährmedium in sterilen Gefäßen zu ziehen statt in Erde. Aus einem einzigen Knoten lassen sich viele identische Pflanzen vermehren — wichtig für eine Kultur, bei der eine benannte Sorte von Charge zu Charge gleich bleiben muss.

Es ist zugleich der übliche Weg, Krankheiten loszuwerden. Nimmt man nur die äußerste Spitze des Vegetationspunkts, einen Bruchteil eines Millimeters groß, ist das Material oft frei von Erregern, die sich im Rest der Pflanze ausgebreitet hatten.

Der dritte Zweck ist Erhaltung: Eine wertvolle Linie wird in Kultur gehalten oder eingefroren, statt als lebende Mutterpflanze gepflegt zu werden, die altert, erkrankt und abdriftet. Im Gartenbau ist die Technik lange etabliert; auf Cannabis wird sie seit weit über einem Jahrzehnt angewandt.

Quellen

  • Monthony, A. S., Page, S. R., Hesami, M., & Jones, A. M. P. (2021). The past, present and future of Cannabis sativa tissue culture. Plants, 10(1), 185. DOI

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