Decarboxylierung
Die Reaktion, die aus den Säuren, die die Pflanze tatsächlich bildet, die bekannten Verbindungen macht.
Die lebende Pflanze bildet weder THC noch CBD, sondern deren saure Formen THCA und CBDA. Die Decarboxylierung ist die Reaktion, die eine Carboxylgruppe als Kohlendioxid abspaltet und die neutrale Verbindung zurücklässt.
Hitze treibt sie an, langsam auch die Zeit allein. Deshalb verhält sich rohes Pflanzenmaterial anders als erhitztes, und deshalb wird jeder Extrakt für medizinische Zwecke nach einem kontrollierten Temperaturprofil hergestellt und nicht nach Gefühl.
Das Gleichgewicht ist heikel: zu wenig Hitze lässt die Umsetzung unvollständig, zu viel vertreibt die flüchtigen Terpene und oxidiert THC zu CBN. Erst die analytische Arbeit an der Kinetik dieser Reaktion macht eine gleichbleibende Dosierung möglich.
Quellen
- Wang, M., et al. (2016). Decarboxylation study of acidic cannabinoids: a novel approach using ultra-high-performance supercritical fluid chromatography/photodiode array-mass spectrometry. Cannabis and Cannabinoid Research, 1(1), 262–271. DOI